Blechblasinstrumente

Hier finden Sie unsere Blechbläser sowie eine kurze Beschreibung der einzelnen Instrumente!

Tuba, Keyboard & E-Bass (v.l.n.r.): Daniel Vielsack, Harry Augenstein, Sven Reiling, Claudia Vögele, Michael VögeleTuba, Keyboard & E-Bass (v.l.n.r.): Daniel Vielsack, Harry Augenstein, Sven Reiling, Claudia Vögele, Michael VögeleDie Bass-Tuba ist das tiefste Instrument des Blasorchesters und gehört zur Gruppe der Bügelhörner. Sie wird in verschiedenen Stimmlagen gebaut, sehr häufig verwendet und ist in der Regel in F gestimmt. Ihr Rohr ist ovalförmig gewunden, teils konisch, teils zylindrisch, das Mundstück ist becherförmig. In der Blasmusik sehr beliebt ist der sogenannte Kaiserbass. Heute bilden die Tuben das wichtige Fundament des Blasorchesters und werden entgegen der häufigen Meinung nicht nur als Harmonieinstrument eingesetzt.


Hörner, Tenorhörner & Bariton (v.l.n.r.): Albin Konrad, Tobias Schuster, Thomas Fränkle, Benjamin Wessinger, Daniel Hofmann, Lars Rapp, Rudi Schuster<br />Es fehlt: Ralf HäuserHörner, Tenorhörner & Bariton (v.l.n.r.): Albin Konrad, Tobias Schuster, Thomas Fränkle, Benjamin Wessinger, Daniel Hofmann, Lars Rapp, Rudi Schuster
Es fehlt: Ralf Häuser
Das Horn ist das einzige Instrument das seinen Namen direkt vom Ursprung her - nämlich dem ausgehöhlten Tierhorn - beibehalten hat. Seit dem Mittelalter gibt es Hörner aus Metall. Hervorgegangen aus dem Natur-Waldhorn des 17.Jahrhunderts wird bei uns heute überwiegend das Doppelhorn verwendet. Seine Grundstimmung steht in F, kann aber durch ein Umschaltventil um eine Quart höher auf B umgestimmt werden. Äußerlich charakteristisch ist das kreisrund gewundene, konisch verlaufende Rohr mit drei Zylinderventilen, einem Trichtermundstück und einem breit auslaufenden Schalltrichter. Eine Möglichkeit der Tonveränderung vor Erfindung der Ventile war das sogenannte „Stopfen“. Durch Einführen der Hand in den Schallbecher, war es dem Musiker möglich, den Ton in seiner Höhe zu verändern; der gestopfte Ton klingt allerdings im Vergleich zu den offen geblasenen Tönen bedeutend glanzloser und metallischer. Diese Technik war mit Einführung der Ventile praktisch überflüssig, kommt aber heute gelegentlich noch als besonderer Effekt zum Einsatz. Das Horn-Mundstück ist, verglichen mit den anderen Blechblasinstrumenten, ebenfalls eine Besonderheit. Die Hörner haben ein trichterförmiges Mundstück, während die Mundstücke aller anderen Blechblasinstrumente kesselförmig sind, d.h. das Innere des Trichtermundstücks läuft steiler zu als z.B. beim Trompetenmundstück. Der Klang des Horns, das einen sehr grossen Tonumfang hat, ist ausserordentlich vielseitig; er reicht von weichem piano (leise) bis zu scharfem fortissimo (sehr laut), mischt sich aber sowohl mit Holz- als auch mit den anderen Blechblasinstrumenten gut.

Die beiden weitgehend identischen Instrumente Tenorhorn und Bariton gehören, ebenso wie das Flügelhorn und die Tuba, zur Familie der Bügelhörner. Tenorhorn und Bariton unterscheiden sich lediglich in der Notation und in der Mensur und ggf. durch die Anzahl der Ventile. Die Tenorhorn-Stimme wird im Violinschlüssel notiert, während die Bariton-Stimme im Bass-Schlüssel geschrieben und meist tiefer ist. Daher sollte diese Stimme mit weitmensurierteren (breiter gebauten) Instrumenten, die möglichst 4 Ventile besitzen, gespielt werden. 4 Ventile sind auch beim Tenorhorn von Vorteil, aber kein Muss. Das Tenorhorn/Bariton klingt eine Oktave tiefer als das Flügelhorn und besitzt durch seine konische Bauform einen wesentlich weicheren, getrageneren Klang als die Trompete oder die Posaune. Es ist äusserst beweglich und übernimmt daher häufig Melodiepassagen oder Nebenmelodien, aber auch schwierige Läufe und harmonische Aufgaben sind in den Noten häufig zu finden; gelegentlich werden sogar die Tuben in ihrer Bass-Funktion unterstützt (Bariton).


Trompeten (v.l.n.r.): Roman Aydt, Christian Müller, Lothar Klittich, Roland Brenk, Bernd Konrad, Manfred KauselmannTrompeten (v.l.n.r.): Roman Aydt, Christian Müller, Lothar Klittich, Roland Brenk, Bernd Konrad, Manfred KauselmannDie Trompete gibt es in verschiedenen Stimmungen und Grössen. Das klassische Instrument, die Konzert-Trompete, hat drei Dreh- oder Zylinderventile. Die bei uns heute meist verwendete Jazz-Trompete ist etwas länger, dünner und hat Pumpventile. Durch Drücken einzelner oder mehrerer Ventile verlängern zusätzliche, verschieden lange Bögen (Stimmzüge) die Schallröhre und ermöglichen somit das Spielen aller Töne auch in tieferen Lagen. Die Trompete kann mit ihrem hellen, strahlenden Klang ein ganzes Orchester übertönen. Das Standardinstrument ist in B gestimmt und ein beliebtes Solo-Instrument.


Flügelhörner (v.l.n.r.): Peter Fränkle, Hubert Wanitschek, Nicolai Geier, Werner Haller, Reinhold Schuster, Kevin Frey<br />Es fehlt: Roland WanitschekFlügelhörner (v.l.n.r.): Peter Fränkle, Hubert Wanitschek, Nicolai Geier, Werner Haller, Reinhold Schuster, Kevin Frey
Es fehlt: Roland Wanitschek
Das Flügelhorn gehört zur Familie der Bügelhörner und hat eine ähnliche Form wie eine Konzert-Trompete, aber eine bedeutend weitere Bauart (größerer Durchmesser des Rohres). Dadurch hat das Flügelhorn einen sehr viel weicheren Ton als eine Trompete und wird daher fast ausschliesslich für Melodieaufgaben genutzt. Die bei uns verwendeten Instrumente haben drei Drehklappen-Ventile.


Posaunen (v.l.n.r.): Peter Hofmann, Joachim Schuster, Jasmin Kammerer, Frank Haile, Oliver BechtoldPosaunen (v.l.n.r.): Peter Hofmann, Joachim Schuster, Jasmin Kammerer, Frank Haile, Oliver BechtoldBei der Posaune handelt es sich um das einzige Instrument des Blasorchesters, bei dem die Tonhöhe nicht durch Ventile verändert wird. Die Posaune hat ein enges, überwiegend zylindrisches Rohr. Durch die U-förmige Zugvorrichtung lässt sich bei der Zugposaune die Schallröhre stufenlos verkürzen oder verlängern. Besonders schöne gleitende übergänge (Glissandi) sind dadurch möglich. Der Klang der Posaune ist weich bis sehr kraftvoll und mischt sich gut mit anderen Blasinstrumenten. Die Posaune besitzt im Orchester eher eine begleitende Funktion, kommt aber gelegentlich auch als Solo-Instrument zum Einsatz.
Je nach Bauart besitzen manche Posaunen ein Ventil durch das die Stimmung der Posaune verändert werden kann. Das Quart-Ventil verändert die Stimmung der Posaune, durch Betätigung des Ventils wird der Luftstrom in eine zusätzliche Windung umgeleitet und die Schallröhre somit verlängert – der Ton klingt, wie der Name des Ventils schon sagt, eine Quarte tiefer. Das Ventil macht ein Spielen mancher Töne überhaupt erst möglich und ist zusätzlich oft eine Erleichterung für den Posaunisten.

Nach oben

Facebook

Google Plus

YouTube